Statuten Verein Berufsbeistandschaft Oberthurgau

Statuten

A. Name und Sitz

Art. 1

Unter dem Namen „Verein Berufsbeistandschaft Oberthurgau“ besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB mit Sitz am Ort des jeweiligen Präsidenten.

B. Mitgliedschaft

Art. 2

Mitglieder sind Politische Gemeinden.

C. Zweck

Art. 3

Der Verein bezweckt, für die angeschlossenen Gemeinden die Berufsbeistandschaft zu organisieren und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde(KESB) in der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben durch die Anstellung von Berufsbeiständen und notwendigen Mitarbeitern zu unterstützen.

D. Organisation

Art. 4

Zur Besorgung der Geschäfte werden folgende Organe bestellt:

a) Delegiertenversammlung

b) Vorstand

c) Kontrollstelle

a) Delegiertenversammlung

Art. 5

In die Delegiertenversammlung ordnen die dem Verein angeschlossenen Gemeinden folgende Anzahl Delegierte ab:

• Gemeinden bis 1‘000 Einwohner: 1 Delegierter

• Gemeinden zwischen 1‘001 und 3‘000 Einwohner: 2 Delegierte

• Gemeinden ab 3'001 Einwohner: 3 Delegierte

Art. 6

Der Delegiertenversammlung obliegen:

1. Wahl des Präsidiums;

2. Wahl von vier weiteren Vorstandsmitgliedern;

3. Wahl der Kontrollstelle;

4. Statutenänderungen;

5. Genehmigung Jahresrechnung;

6. Genehmigung Budget;

7. Genehmigung des Rechenschaftsberichts der Leitung der Berufsbeistandschaft;

8. Genehmigung der Gemeindebeiträge;

9. Aufnahme neuer Mitglieder.

Die Delegiertenversammlung ist für alle Fragen und Angelegenheiten des Vereins die oberste und endgültig entscheidende Instanz. Die Abstimmungen erfolgen in der Regel offen. Die Amtszeit aller durch die Delegiertenversammlung gewählten Mandatare der Verwaltungs und Kontrollorgane ist identisch mit der Amtszeit der Gemeindebehörden im Kanton Thurgau. Bei Vakanzen während der Amtsdauer erfolgt die Wiederbesetzung für den Rest der Amtszeit.

Art. 7

Das Stimmrecht der Delegierten ist wie folgt angeordnet: Grundsätzlich steht jedem Delegierten eine Stimme zu. Für einen gültigen Beschluss der Delegiertenversammlung bedarf es der absoluten Mehrheit der anwesenden Delegierten.

Art. 8

Die Delegiertenversammlung tritt ordentlicherweise jährlich einmal zusammen. Ausserordentlicherweise kann sie einberufen werden durch Mehrheitsbeschluss des Vorstandes, auf Antrag einer Mehrheit der Delegierten oder auf Antrag der Hälfte der Mitgliedsgemeinden. Die Einladung zu den Delegiertenversammlungen hat mindestens 20 Tage im Voraus zu erfolgen. Die Traktandenliste ist beizulegen.

Art. 9

Die Delegierten der Gemeinden werden für ihre Entschädigungen an die Gemeinden verwiesen.

b) Vorstand

Art. 10

Der Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern:

- dem Präsidium

- dem Vizepräsidium;

- drei weiteren durch die Delegiertenversammlung gewählten Mitgliedern der angeschlossenen Gemeinden;

- dem Leiter der Berufsbeistandschaft mit beratender Stimme

- dem Kassier mit beratender Stimme

- dem Protokollführer ohne Stimmrecht

Art. 11

Der Vorstand vertritt den Verein nach aussen und führt die laufenden Geschäfte. Er ist alleine zuständig für das Personalwesen und für alle weiteren Aufgaben, für welche nicht ein anderes Organ zuständig ist.

Art. 12

Der Präsident bereitet die Geschäfte der Delegiertenversammlung und des Vorstandes vor und leitet die Verhandlungen.

Art. 13

Der Vizepräsident vertritt den Präsidenten im Falle der Verhinderung und des Ausstands.

Art. 14

Der Protokollführer führt die Protokolle über die Verhandlungen der Delegiertenversammlung und des Vorstandes.

Art. 15

Der Kassier führt die Rechnung.

Art. 16

Der Leiter der Berufsbeistandschaft leitet die Berufsbeistandschaft.

Art. 17

Der Verein wird verpflichtet durch die Kollektivunterschrift des Präsidiums zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.

c) Kontrollstelle

Art. 18

Die Kontrollstelle besteht aus zwei von der Delegiertenversammlung gewählten Revisoren. Diese kommen aus Gemeinden, welche nicht im Vorstand vertreten sind. Diesen obliegt die Prüfung der jeweils per 31. Dezember abgeschlossenen Vermögens- und Erfolgsrechnung. Die Revisoren können auch in die allgemeine Tätigkeit der Berufsbeistände Einsicht nehmen. Über ihren Befund erstatten sie jeweils Bericht an die Delegiertenversammlung unter entsprechender Antragsstellung.

d) Angestellten

Art. 19

Angestellte des Vereins im Haupt- oder Nebenamt sind der Leiter der Berufsbeistandschaft, die Berufsbeistände sowie deren Sekretariatsmitarbeiter. Aufgaben und Kompetenzen werden durch den Vorstand in einem Stellenbeschrieb erlassen.

Art. 20

Sofern einem Angestellten eine Entschädigung oder Vergütungen aus der Amtsführung zugesprochen wird, stehen diese dem Verein zu und es sind die entsprechenden Zahlungen an die Vereinskasse weiterzuleiten.

Art. 21

Die Leitung der Berufsbeistandschaft hat über die Tätigkeit an der Delegiertenversammlung im Rahmen des Jahresberichts schriftlich Bericht zu erstatten.

e) Finanzielles

Art. 22

Zur Deckung der laufenden Kosten entrichten die der Vereinigung angeschlossenen Gemeinden einen jährlichen Beitrag. Dieser wird durch die Delegiertenversammlung nach Einwohnerzahl und Anzahl der übertragenen Mandate an die Berufsbeistandschaft und private Beistandschaften festgesetzt. Mandats- und Aufwandentschädigungen oder Gebühren fliessen in die Vereinskasse.

E. Schlussbestimmungen

Art. 23

Der Austritt aus dem Verein kann nur auf das Ende eines Geschäftsjahres per 31. Dezember unter Beachtung einer einjährigen Kündigungsfrist erfolgen. Austretende Gemeinden haben keinen Anspruch auf das Vermögen.

Art. 24

Die Auflösung des Vereins kann mit einer 2/3-Mehrheit der anwesenden Delegierten durch die Delegiertenversammlung beschlossen werden. Bei einer Auflösung des Vereins entscheidet die Delegiertenversammlung über die Verwendung des Vereinsvermögens. Die männliche Ausdrucksform dieses Reglements bezieht sich im Sinne der Gleichberechtigung auch auf die weibliche Personenbezeichnung.

Diese Statuten ersetzen die gültigen Statuten der Amtsvormundschaftsvereinigung Oberthurgau

vom 31. August 2011 und treten mit der Genehmigung durch die Delegiertenversammlung

per 1. Januar 2013 in Kraft.

Der Präsident                                                                                   Der Aktuar

Stephan Tobler                                                                                Christian Jordi